Ein Bühnenmonitor (Wedge) ist ein keilförmiger Lautsprecher, der dem Musiker auf der Bühne seinen eigenen Mix entgegenstrahlt, damit er sich und die Band sauber hört.
Bühnenmonitore – auch Wedges genannt – sind nach hinten gerichtete Lautsprecher, die jedem auf der Bühne den nötigen Klang liefern, ohne das Publikum zu beschallen. Ohne gutes Monitoring spielt eine Band blind. Dieser Guide erklärt Auswahl, Aufstellung und Pflege für 2026.
Warum Bühnenmonitore wichtig sind
Vor der PA hört die Band fast nichts, weil die Tops nach vorn ins Publikum strahlen. Monitore drehen den Sound zurück auf die Bühne. So bleiben Gesang, Timing und Tonhöhe stabil.

Wedges sind die klassische Lösung. Wer eine leisere Bühne will, kombiniert sie mit oder ersetzt sie durch In-Ear-Monitoring. Die Mixe für beide kommen aus den Aux-Wegen des Pults – siehe Mischpult-Grundlagen.
Aktiv oder passiv, welche Größe?
| Typ | Eigenschaft | Geeignet für |
|---|---|---|
| 10-Zoll-Wedge | kompakt, leicht | kleine Bühnen, Gesang |
| 12-Zoll-Wedge | guter Allrounder | die meisten Bands |
| 15-Zoll-Wedge | mehr Pegel und Bass | laute Bühnen, Drummer |
Wie bei der PA gilt die Grundsatzfrage aktiv oder passiv. Aktive Wedges sind schnell aufgebaut, passive flexibler. Mehr dazu im Vergleich Aktiv- gegen Passivboxen.
Wie viele Monitore und welche Mixe?
Im Idealfall bekommt jede Position einen eigenen Monitorweg: Der Sänger braucht vor allem seine Stimme, der Schlagzeuger Bass und Click, der Gitarrist sich selbst und etwas Gesang. Je gezielter du mischst, desto weniger Pegel ist nötig und desto sauberer bleibt die Bühne. Kleine Bands teilen sich oft zwei bis drei Wedges, größere Setups nutzen pro Musiker einen Weg. Wichtig ist, nur das in den Monitor zu legen, was die Person wirklich zum Spielen braucht – jeder zusätzliche Kanal erhöht Lautstärke und Rückkopplungsgefahr.
Rückkopplungen vermeiden
Monitore zeigen Richtung Musiker, das Mikrofon zeigt von ihnen weg – so steht die Schallquelle hinter dem Mikrofon. Wird ein Monitor zu laut, pfeift es. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV, 2023) warnt vor dauerhaften Pegeln über 85 Dezibel; laute Monitore tragen stark dazu bei. Eine WHO-Erhebung (2022) zeigt, dass viele Hörschäden durch zu hohe Lautstärke vermeidbar wären.
Monitore richtig aufstellen
- Wedge schräg vor den Musiker, Strahlrichtung zum Ohr.
- Mikrofon so drehen, dass die Rückseite zum Monitor zeigt.
- Nur das in den Monitor mischen, was der Musiker wirklich braucht.
- Pegel langsam erhöhen, bis es trägt, aber nicht pfeift.
- Problemfrequenzen am EQ des Monitorwegs absenken.
Laut Branchenberichten der NAMM (2023) bleibt aktive Beschallungstechnik – inklusive Monitore – ein stabiler Wachstumsmarkt, weil Bands zunehmend eigene Technik besitzen. Wie Monitore in die gesamte Kette passen, zeigt der PA-Anlagen-Guide.
Häufige Fragen
Wie viele Monitore brauche ich?
Im Idealfall einen pro Musiker oder Position. Kleine Bands kommen oft mit zwei bis drei Wedges aus.
Aktiv- oder Passiv-Wedge?
Aktive Wedges sind schneller aufgebaut und brauchen keine externe Endstufe. Passive sind flexibler kombinierbar.
Warum pfeift mein Monitor?
Meist ist er zu laut oder das Mikrofon zeigt direkt hinein. Pegel senken und Mikrofonausrichtung korrigieren hilft.
Wedge oder In-Ear?
Wedges sind robust und einfach, In-Ear leiser und individueller. Viele Bands kombinieren beides je nach Position.
Welche Größe ist die beste?
Eine 12-Zoll-Wedge ist der vielseitigste Allrounder. Für Druck am Schlagzeug lohnt sich oft 15 Zoll.
Fazit
Gute Bühnenmonitore sind die halbe Miete für einen sauberen Auftritt. Wähle die passende Größe, stelle sie richtig auf und mische nur das Nötige in den Monitorweg. So hört sich deine Band 2026 klar, bleibt im Timing und vermeidet lästige Rückkopplungen.

