Gitarren-Grundakkorde sind die offenen Akkorde, die jeder Anfänger zuerst lernt: E, A, D, G, C sowie die Moll-Akkorde Em, Am und Dm. Mit diesen acht Griffen kannst du tausende Songs begleiten – sie sind das Fundament des Gitarrenspiels.
Wer Gitarre lernt, beginnt fast immer mit den offenen Grundakkorden. Sie heißen so, weil dabei leere Saiten mitklingen und den vollen Klang erst ausmachen. Diese acht Griffe sind dein Werkzeug für fast jeden Song – wie du sie sauber greifst und schneller zwischen ihnen wechselst, zeigt dieser Beitrag.
Die 8 wichtigsten offenen Akkorde
Acht Akkorde bilden das Grundgerüst: die Dur-Akkorde E, A, D, G und C sowie die Moll-Akkorde Em, Am und Dm. Em und E-Dur unterscheiden sich nur durch einen einzigen Finger – ein gutes Beispiel dafür, wie nah Dur und Moll beieinanderliegen. Greife jeden Akkord zunächst einzeln und zupfe die Saiten nacheinander an, um zu hören, ob jede sauber klingt.
Warum klingt der eine Akkord fröhlich, der andere traurig? Das entscheidet die Terz im Akkord. Das Prinzip dahinter gilt für jedes Instrument und ist im Beitrag Akkorde verstehen grundlegend erklärt.
So greifst du sauber
Damit jeder Ton klingt, kommt es auf die Greifhand an. Drücke die Saiten mit den Fingerkuppen direkt hinter dem Bundstäbchen, nicht mitten im Bundfeld. Halte den Daumen flach hinten am Hals als Gegenlager und krümme die Finger so, dass sie keine Nachbarsaite berühren. Anfangs tun die Fingerkuppen weh – das ist normal, bis sich Hornhaut bildet.
| Akkord | Typ | Schwierigkeit |
|---|---|---|
| Em | Moll | sehr leicht (2 Finger) |
| Am | Moll | leicht |
| D-Dur | Dur | leicht |
| G-Dur | Dur | mittel |
| C-Dur | Dur | mittel |
Wenn eine Saite scheppert oder dumpf klingt, liegt es meist daran, dass der Finger nicht nah genug am Bundstäbchen sitzt oder eine Nachbarsaite abdämpft. Eine sauber gestimmte Gitarre ist Voraussetzung – wie das geht, zeigt die Anleitung zum Gitarre stimmen.
Wechsel üben: der Schlüssel zum Spielen
Der häufigste Frust am Anfang sind nicht die Griffe selbst, sondern die Wechsel zwischen ihnen. Übe immer zwei Akkorde im Wechsel, langsam und ohne Rhythmus, bis die Finger den Weg „kennen“. Besonders effektiv: Suche dir Akkordpaare mit einem gemeinsamen Finger, etwa Em und C, und lass diesen Finger beim Wechsel liegen. Erst wenn ein Wechsel sitzt, nimmst du das nächste Paar dazu.
Wie beliebt Gitarre lernen nach wie vor ist, zeigt sich an den Zahlen. Laut Branchenverbänden gehört die Gitarre weiterhin zu den meistverkauften Instrumenten weltweit. Gitarren-Lern-Apps kamen in den App-Stores laut den dort öffentlich angezeigten Download-Zahlen (Stand 2026) zusammen auf weit über 100 Millionen Installationen. Die Grundakkorde bilden dabei jedes Mal den ersten Schritt.
Mit diesen acht Akkorden hast du die Basis. Wer strukturiert weiterlernen will, folgt dem Leitfaden Gitarre lernen für Einsteiger; wer elektrisch spielt, findet im Gitarrenverstärker-Ratgeber den passenden Sound.
Häufige Fragen
Welche Akkorde sollte ich als Gitarren-Anfänger zuerst lernen?
Beginne mit Em und Am, weil sie nur zwei Finger brauchen, danach D-Dur, G-Dur und C-Dur. Mit diesen offenen Grundakkorden kannst du schon viele Songs begleiten.
Wie viele Grundakkorde gibt es auf der Gitarre?
Als offene Grundakkorde lernt man üblicherweise acht: E, A, D, G und C in Dur sowie Em, Am und Dm in Moll. Sie reichen für unzählige Lieder.
Warum klingt mein Akkord scheppernd?
Meist sitzt ein Finger zu weit vom Bundstäbchen entfernt oder dämpft eine Nachbarsaite ab. Greife die Saite direkt hinter dem Bund und krümme die Finger stärker.
Wie lange dauert es, die Grundakkorde zu lernen?
Die Griffe lassen sich in wenigen Tagen merken. Flüssige Wechsel brauchen mit täglichem Üben meist einige Wochen, bis sie automatisch sitzen.
Fazit
Die acht Grundakkorde E, A, D, G, C, Em, Am und Dm bringen dich am schnellsten ins Spielen. Greife sie sauber hinter dem Bund und übe die Wechsel paarweise und langsam – nach wenigen Wochen sitzen die ersten kompletten Songs fast von selbst. Zehn Minuten Wechsel-Training pro Tag bringen dabei mehr als eine lange Übungssession am Wochenende, weil sich die Finger die Griffe nur durch Wiederholung merken.
Damit jeder Akkord auch wirklich sauber klingt, muss zuerst die Gitarre stimmen – am einfachsten geht das mit Stimm-Apps fürs Smartphone.

